28. August 2009

Zeit für Entdeckungen

Neuer Imagekatalog „Geo-Naturpark" erschienen

"Sie sind stumme Zeugen. Doch wer die Sprache der Gesteine verstehen lernt, dem berichten sie von Jahrmillionen alten Geheimnissen unserer Erde." - In bildhaften Worten weiß ein brandaktueller Imagekatalog den "Geo-Naturpark" zu beschreiben. Herausgeber sind die Touristikgemeinschaft Odenwald TGO sowie der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald. Die Fotos wurden überwiegend aus den beteiligten Kommunen eingebracht, für Layout und Herstellung stehen WDS aus Meckesheim und das Büro für Publizistik in Neckarzimmern. Konzept und Texte der Broschüre stammen von Michael Hahl, entwickelt im Projektbüro proreg mit Sitz in Waldbrunn.

Vorgestellt werden das Netzwerk Europäischer Geoparks, das Gütesiegel nationaler Geoparks sowie das UNESCO Global Geoparks Network. Bergstraße-Odenwald ist in alle drei Programme eingebunden. Fokussiert wird in der Broschüre allerdings das südöstliche Mitgliedsgebiet mit dem Neckar-Odenwald-Kreis. Hier wurden drei geotouristische Erlebnisbereiche für den Geopark konzipiert, die der neue Imageprospekt anschaulich präsentiert.

"Mensch sein im Neckartal", "Panorama Winterhauch" oder "Heiliges Blut und Höhlenwelten" - Umschreibungen, die neugierig machen möchten auf das ganz besondere Wesen dieser Landstriche! Mit geowissenschaftlichem Background, aber immer populär und allemeinverständlich, werden dem Leser kurze Streifzüge in diesen Kultur- und Naturraum angeboten: eine landschaftsgeschichtliche Reise zu den markanten Tälern und Buntsandstein-Bergrücken des Hohen Odenwaldes, über die geologische Grenze mit Grünkernküchle hinweg bis hin zu den Burgen und Schluchten an den steilen Flanken des Neckarflusses.

Auch das Konzept der Geopfade und Geopunkte - "Sprachrohre der Natur" - verdeutlicht der Katalog und stellt zwei erdgeschichtliche Themenpfade aus dem südöstlichen Mitgliedsgebiet vor. Einer ist der steinernen Chronik des Mosbacher Schreckbergs auf der Spur, auf der anderen Neckarseite lernt man die Gipsbergbaugemeinde Obrigheim kennen. - Dann werden die Ranger, Botschafter des Geoparks, mit ihrem "Zertifikat für das Landschaftserlebnis" vorgestellt; zusätzliche Einsatzkräfte im "Abenteuer Heimat" formieren sich aus den Programmen "Geopark ab Hof" und "Geopark-vor-Ort-Begleiter". - Zwei weitere Seiten sind schließlich den "Landschaften voller Leben" im Baden-Württembergischen Naturpark Neckartal-Odenwald gewidmet, der mit reichhaltigem Genießerprogramm Naturschutz und Regionalentwicklung betreibt, denn Landschaftspflege und Artenschutz "fangen im Kleinen an", weiß die Naturpark-Philosophie, und "unsere Zukunft beginnt heute!"

Der Imagekatalog hat es in sich. Er will mehr als pure Information transportieren. Hier werden Emotionen erzeugt, die fühlbar wie das Landschaftserlebnis selbst. Aber: "Man kann viel über Gesteine oder Erd- und Kulturgeschichte lesen. Man lernt eine Landschaft erst kennen, wenn man sie durchwandert, sich auf einen von der Sonne erwärmten Sandsteinfelsen setzt, dem Rauschen eines Baches lauscht, das frisch gemähte Gras eines Sommerabends riecht oder heimische Köstlichkeiten genießt und mit Einheimischen plaudert"! Weil der Mensch dazu gemacht ist, mit allen Sinnen wahrzunehmen, ruft die Broschüre abschließend dazu auf, sich nicht allein mit dem Lesen zu begügen. "Um den Raum zu entdecken, bitte nehmen Sie sich Zeit."

Die 20-seitige Broschüre kann bei der TGO-Geschäftsstelle (Internet: http://www.tg-odenwald.de/) oder unter info [@] tg-odenwald [.] de kostenlos angefordert werden.

Die Textauszüge wurden dem neuen Imagekatalog entnommen. Zum Vergrößern bitte den Auszug anklicken.

Alle Zitate stammen aus dem Imagekatalog "Geo-Naturpark", Text: M. Hahl 2009

23. August 2009

Wandertourismus 2010

Trends und Chancen auf dem Wandermarkt

In meinem Weblog Wanderfokus Odenwald finden Sie einen neuen Beitrag über den Wandertourismus auf neuen Wegen. Schauen Sie doch mal rein!

11. August 2009

Ferienspaß am "Feuerberg"

Forschergeist und Entdeckerdrang am Katzenbuckel

Junge Ferienforscher lauschen den Ausführungen des Geographen Michael Hahl über die Gesteine der Region (Aufnahme: G. Hauk)









Zu einer "Expedition für junge Vulkanforscher" fanden sich im Rahmen der diesjährigen Ferienspiele wieder Kinder aus Nah und Fern am Katzenbuckel ein. Das alte Vulkanrelikt wirkt auf jung und alt gleichermaßen faszinierend, jedenfalls dann, wenn seine feurige Landschaftsgeschichte spannend und spielerisch, aber auch mit populärwissenschaftlichem Hintergrund aufbereitet wird.

Die Fragen der Kinder, die der Höpfinger Ferienspaß am vergangenen Mittwoch auf den Waldbrunner Hausberg führte, wollten kaum enden: Wie funktioniert ein Vulkan? Wann ist der Katzenbuckel ausgebrochen? Und - ganz wichtig - wird es noch einmal einen explosiven Ausbruch geben? Der sachkundige Geowissenschaftler Michael Hahl, mit dem die insgesamt 44 Höpfinger in zwei Gruppen unterwegs waren, konnte alle Rätsel lösen und am Ende in einem Katzenbuckel-Quiz das frisch erlangte Wissen über Vulkane, den Aufbau der Erde und die Entstehung des Katzenbuckels vertiefen.

Auch im Rahmen der Waldbrunner Ferienspiele begleitete Hahl eine Gruppe interessierter Kids an den Vulkan. Anhand der mitgebrachten Exponate wurden Gesteine zugeordnet und der Unterschied zwischen Magmatiten, etwa dem basaltartigen Katzenbuckelgestein, und Ablagerungsgesteinen wie dem Buntsandstein erläutert. Oberhalb des Steinbruchs am Michelsberg sammelten die jungen Vulkanforscher dann selbst zahlreiche Gesteinsstücke, deren Entstehung von dem Geographen aufgezeigt wurde. Vulkanische Tuffe, Tonschiefer und Jurakalke waren vertreten; besonders spektakulär: Spuren von versteinerten Lebewesen aus dem jurassischen Meer, die man - mit einigem Sammlerglück - noch heute in einer abgerutschten Scholle im Inneren des Vulkans entdecken kann.

Das Geheimnis der Katzenbuckel-Gesteine...
(Aufnahme: G. Hauk)












Das Aha-Erlebnis, dass die faszinierenden Spuren der Erdgeschichte direkt vor unserer Haustür beginnen, ist das erklärte Wissensziel von Michael Hahl. Dieses möchte er - mal mehr spielerisch, mal in bildhaften geowissenschaftlichen Erläuterungen - den jungen wie den erwachsenen "Vulkanforschern" am Katzenbuckel vermitteln. Immer wieder erstaunlich ist für ihn, wie viel Wissen um die geologischen Schätze unserer Erde sich gerade auch bei den Kindern angesammelt hat, und wie groß die Neugierde ist, noch mehr darüber zu erfahren. "Forschergeist und Entdeckerdrang", davon ist Geograph Hahl überzeugt, "sind die Schlüssel, mit denen die Schätze unserer Natur zum Abenteuer werden."

vgl. Artikel im Online-Magazin "katzenpfad"